So kommst du zur Finanzierung

1Eckdaten eingeben
Kaufpreis oder Baukosten, dein Eigenkapital und die gewünschte Zinsbindung. Plane die Kaufnebenkosten für Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch gleich mit ein.

2Konditionen vergleichen
Schau neben dem Effektivzins auf die anfängliche Tilgung und darauf, wie hoch die Restschuld am Ende der Zinsbindung noch ist.

3Unterlagen einreichen
Für eine verbindliche Zusage braucht die Bank Einkommensnachweise und Unterlagen zur Immobilie, etwa Grundbuchauszug, Grundriss und Wohnflächenberechnung.

Darauf solltest du bei der Baufinanzierung achten
Restschuld nach der Zinsbindung
Diesen Betrag musst du danach neu finanzieren, zu den Zinsen, die dann gelten. Eine höhere Tilgung macht die Restschuld kleiner und dich unabhängiger vom künftigen Zinsniveau.
Sondertilgung
Damit zahlst du zusätzlich zur Rate ab, etwa nach einer Erbschaft oder einem Bonus. Ohne vertragliche Vereinbarung geht das während der Zinsbindung meist nur gegen Entschädigung.
Tilgungssatzwechsel
Er erlaubt dir, die Rate später anzupassen. Das hilft, wenn dein Einkommen steigt oder für eine Zeit sinkt, etwa während einer Elternzeit.
Lange Zinsbindung und dein Kündigungsrecht
Eine lange Zinsbindung gibt dir Planungssicherheit, kostet aber meist einen etwas höheren Zins. Wie lang sie sein sollte, hängt davon ab, wie hoch die Restschuld am Ende wäre und wie gut du steigende Zinsen verkraften könntest.
Nach zehn Jahren ab vollständiger Auszahlung darfst du jedes Darlehen mit fester Zinsbindung mit einer Frist von sechs Monaten kündigen, ohne Vorfälligkeitsentschädigung. So steht es in § 489 BGB. Eine Zinsbindung über zehn Jahre bindet also vor allem die Bank, nicht dich.
Häufige Fragen
Wie viel Eigenkapital brauche ich?
Eine feste Untergrenze gibt es nicht. Banken erwarten aber in der Regel, dass du mindestens die Kaufnebenkosten selbst bezahlst. Je höher dein Anteil am Kaufpreis, desto besser werden meist die Konditionen.
Was ist der Unterschied zwischen Sollzins und Effektivzins?
Der Sollzins ist der reine Zins auf das Darlehen. Der effektive Jahreszins enthält zusätzlich die Kosten, die die Bank berechnet, und die Wirkung der monatlichen Zahlweise. Nur er macht Angebote vergleichbar.
Was ist ein Forward-Darlehen?
Damit sicherst du dir heute den Zins für eine Anschlussfinanzierung, die erst in einigen Jahren beginnt. Für die Vorlaufzeit verlangen Banken einen Aufschlag. Das lohnt sich vor allem, wenn du mit steigenden Zinsen rechnest.
Brauche ich eine Wohngebäudeversicherung?
Ja, praktisch immer. Die Immobilie dient der Bank über die Grundschuld als Sicherheit. Deshalb verlangt sie einen Nachweis, dass das Gebäude gegen Feuer und andere Schäden versichert ist.
Beeinflusst der Vergleich meine SCHUFA?
Nein. Ein reiner Vergleich der Konditionen ist neutral. Erst wenn du eine konkrete Finanzierung beantragst, holt die Bank eine Auskunft ein.
Kann ich den Darlehensvertrag widerrufen?
Ja. Auch bei einem Immobiliendarlehen hast du ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen. Die Frist beginnt mit dem Vertragsschluss, aber nicht bevor du alle Pflichtangaben erhalten hast.



