So wechselst du zu Ökostrom

1Verbrauch nachsehen
Auf deiner letzten Jahresabrechnung steht, wie viele Kilowattstunden du verbraucht hast. Mit diesem Wert und deiner Postleitzahl zeigt dir der Rechner die grünen Tarife an deinem Wohnort.

2Tarif prüfen und beantragen
Schau neben dem Preis auch darauf, welches Siegel der Tarif trägt. Im Antrag fragt der Anbieter nach Zählernummer und bisherigem Versorger.

3Der neue Versorger übernimmt
Er kündigt deinen alten Vertrag und meldet dich beim Netzbetreiber an. Am Zähler und an deinen Steckdosen ändert sich nichts.

Worauf es bei Ökostrom ankommt
Siegel mit Ausbaukriterium
Labels wie ok-power oder das Grüner Strom Label verlangen, dass der Anbieter neue Anlagen für erneuerbare Energien voranbringt. Ohne ein solches Siegel kann ein Tarif auch nur aus zugekauften Herkunftsnachweisen bestehen.
Herkunft des Stroms
Seriöse Anbieter sagen dir, aus welchen Kraftwerken oder zumindest aus welchen Ländern ihr Strom stammt. Findest du dazu keine Angabe, ist das ein Grund, genauer hinzusehen.
Reiner Ökoanbieter oder grüner Tarif
Manche Versorger verkaufen ausschließlich Ökostrom, andere führen einen grünen Tarif neben Strom aus Kohle und Gas. Wenn dir wichtig ist, wohin dein Geld fließt, macht das einen Unterschied.
Was Herkunftsnachweise bedeuten
Aus der Steckdose kommt bei allen derselbe Strommix. Wer Ökostrom kauft, bezahlt dafür, dass für seinen Verbrauch Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt wurde. Belegt wird das mit Herkunftsnachweisen, die in Deutschland das Umweltbundesamt in einem Register führt.
Diese Nachweise lassen sich getrennt vom Strom handeln, zum Beispiel aus alten Wasserkraftwerken im Ausland. Für neue Wind- und Solaranlagen bewirkt das wenig. Deshalb lohnt sich der Blick auf Siegel, die zusätzlich den Ausbau verlangen.
Ratgeber zum Thema
Alle RatgeberHäufige Fragen
Ist Ökostrom teurer als normaler Strom?
Nicht unbedingt. Oft liegen Ökotarife auf dem Niveau herkömmlicher Tarife, es hängt aber vom Anbieter und deiner Region ab. Was bei dir gilt, zeigt der Vergleich mit deiner Postleitzahl.
Kommt nach dem Wechsel wirklich grüner Strom bei mir an?
Physikalisch nicht, denn alle Haushalte hängen am selben Netz. Dein Anbieter sorgt aber dafür, dass für deinen Verbrauch Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt und nachgewiesen wird.
Brauche ich als Mieter die Erlaubnis des Vermieters?
Nein. Hast du einen eigenen Zähler und einen eigenen Stromvertrag, wählst du den Anbieter selbst. Wird der Strom über die Nebenkosten abgerechnet, kannst du nicht direkt wechseln.
Was passiert, wenn mein Ökostromanbieter pleitegeht?
Du sitzt trotzdem nicht im Dunkeln. Der örtliche Grundversorger beliefert dich dann in der Ersatzversorgung weiter, bis du einen neuen Vertrag abschließt.
Muss ich meinen bisherigen Vertrag selbst kündigen?
Meist nicht, das erledigt der neue Anbieter. Aus der Grundversorgung kommst du mit zwei Wochen Frist heraus, und nach einer Preiserhöhung hast du ein Sonderkündigungsrecht.
Kostet mich der Vergleich etwas?
Nein, für dich ist er kostenlos. Kommt über den Rechner ein Vertrag zustande, zahlt uns der Partner eine Provision. Der Tarifpreis bleibt derselbe.



