Ökostrom: Warum sich der Wechsel 2026 lohnt

Grüner Strom muss nicht teuer sein. Erfahre, welche Ökostrom-Siegel wirklich zählen, was der Wechsel kostet und wie du 2026 nachhaltig Geld sparst.

Switchfy Redaktion4 Min. Lesezeit

Inhalt (7 Abschnitte)
  1. Was ist Ökostrom eigentlich?
  2. Ökostrom-Zertifikate: Worauf du achten solltest
  3. Was kostet Ökostrom 2026?
  4. Schritt für Schritt zum Ökostrom-Tarif
  5. Häufige Bedenken und was dahintersteckt
  6. Warum sich ein Blick auf deinen Tarif jetzt lohnt
  7. Fazit: Ökostrom ist die kluge Wahl

Ökostrom ist längst keine Nische mehr. Inzwischen stammt mehr als die Hälfte des in Deutschland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien, Tendenz steigend. Trotzdem beziehen viele Haushalte noch einen konventionellen Tarif, oft aus Gewohnheit oder weil sie hohe Mehrkosten befürchten. Dabei sind Ökostrom-Tarife häufig nicht teurer als herkömmliche Tarife. In diesem Ratgeber erfährst du, warum sich der Wechsel lohnen kann, welche Siegel wirklich zählen und wie du einen passenden Tarif findest.

Was ist Ökostrom eigentlich?

Ökostrom, auch grüner Strom genannt, wird aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt. Dazu gehören vor allem:

  • Windkraft: Windräder an Land und auf See
  • Solarenergie: Photovoltaik-Anlagen auf Dächern und Freiflächen
  • Wasserkraft: Laufwasser- und Speicherkraftwerke
  • Biomasse: Biogas und Holz
  • Geothermie: Erdwärme zur Stromerzeugung

Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern wie Kohle, Erdgas oder Erdöl verursacht Ökostrom bei der Erzeugung keine oder nur geringe CO2-Emissionen. Das macht ihn zum wichtigsten Baustein der Energiewende.

Ökostrom-Zertifikate: Worauf du achten solltest

Nicht jeder Tarif, der sich „Ökostrom“ nennt, ist gleichwertig. Entscheidend ist, welches Siegel dahintersteht. Hier die wichtigsten Label im Überblick:

  • ok-power-Label: Eines der strengsten Siegel. Es setzt voraus, dass der Anbieter den Ausbau erneuerbarer Energien aktiv fördert und nicht nur Strom aus bestehenden Anlagen umetikettiert. Die Einhaltung wird regelmäßig von externen Gutachtern geprüft.
  • Grüner Strom Label: Getragen unter anderem von Umweltverbänden wie BUND und NABU. Es verlangt einen festen Betrag pro verkaufter Kilowattstunde, der in neue Ökostrom-Anlagen und Projekte der Energiewende fließt.
  • TÜV-Zertifizierung: Verschiedene TÜV-Gesellschaften bieten eigene Ökostrom-Prüfzeichen an. Die Kriterien unterscheiden sich. Achte auf den Zusatz „mit Neuanlagenförderung“ oder vergleichbare Kriterien.
  • RECS-Zertifikate / Herkunftsnachweise: Die Mindestanforderung. Hier kauft der Anbieter lediglich Herkunftsnachweise, oft für Wasserkraft aus dem Ausland, und weist damit seinen Strom als Ökostrom aus. Den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland fördert ein solcher Tarif kaum.

Unser Tipp: Wer wirklich etwas für die Energiewende tun möchte, sollte auf das ok-power-Label oder das Grüner Strom Label achten. Tarife nur mit Herkunftsnachweisen sind besser als nichts, ihr ökologischer Mehrwert ist aber begrenzt.

Was kostet Ökostrom 2026?

Für viele überraschend: Ökostrom ist nicht automatisch teurer als konventioneller Strom. Häufig liegen Ökostrom-Tarife sogar unter dem Preis des örtlichen Grundversorgers. Das hat mehrere Gründe:

  • Günstige Erzeugung: Der Ausbau von Wind- und Solarenergie hat die Erzeugungskosten deutlich gesenkt. Große Solar- und Windparks gehören heute zu den günstigsten Arten, neuen Strom zu erzeugen.
  • Wettbewerb: Viele Ökostrom-Anbieter konkurrieren um Kunden. Das drückt die Preise.
  • Wegfall der EEG-Umlage: Seit Juli 2022 zahlen Verbraucher keine EEG-Umlage mehr über die Stromrechnung.

Gerade wer noch in der Grundversorgung ist, kann mit einem Wechsel zu einem Ökostrom-Tarif oft spürbar sparen. Der Wechsel lohnt sich dann doppelt: für den Geldbeutel und fürs Klima.

Schritt für Schritt zum Ökostrom-Tarif

Der Wechsel zu Ökostrom ist unkompliziert und in wenigen Minuten erledigt:

  1. Jahresverbrauch ermitteln: Schau auf deine letzte Stromrechnung. Dort findest du deinen Verbrauch in kWh. Ein Single-Haushalt liegt oft bei 1.500 bis 2.000 kWh, eine Familie eher bei 3.500 bis 5.000 kWh.
  2. Tarife vergleichen: Mit dem Ökostrom-Vergleich von Switchfy siehst du, welche Ökostrom-Tarife es für deine Postleitzahl gibt. Achte dabei gezielt auf die Siegel. Der Vergleich ist für dich kostenlos. Schließt du über unseren Rechner einen Vertrag ab, erhält Switchfy vom Anbieter eine Provision, dein Preis ändert sich dadurch nicht.
  3. Vertragsbedingungen prüfen: Achte auf eine kurze Kündigungsfrist, keine Vorauskasse und eine Preisgarantie, die zu dir passt.
  4. Vertrag abschließen: Den Vertrag schließt du direkt mit dem neuen Anbieter ab. Er kümmert sich in der Regel auch um die Kündigung beim alten Versorger.
  5. Fertig: Die Umstellung erfolgt ohne Unterbrechung. Dein Strom kommt weiterhin aus der gleichen Steckdose, aber dein Geld fließt jetzt in einen Ökostrom-Tarif.

Häufige Bedenken und was dahintersteckt

„Kommt bei mir dann wirklich grüner Strom an?“ Physikalisch kommt aus deiner Steckdose der gleiche Strommix wie vorher. Dein Anbieter muss aber für deinen Verbrauch Strom aus erneuerbaren Quellen nachweisen. Mit einem Tarif mit gutem Siegel trägst du außerdem dazu bei, dass neue Anlagen entstehen.

„Was passiert bei der Umstellung?“ Für dich ändert sich technisch nichts. Es gibt keine Unterbrechung, keinen Technikereinsatz und keinen neuen Zähler. Der Wechsel ist rein vertraglich.

„Bin ich an einen langen Vertrag gebunden?“ Nicht unbedingt. Es gibt viele Ökostrom-Tarife mit kurzer Laufzeit oder monatlicher Kündigungsfrist. Achte beim Vergleich darauf.

Warum sich ein Blick auf deinen Tarif jetzt lohnt

Die Strompreise haben sich nach der Energiekrise 2022/2023 wieder beruhigt, und am Markt gibt es wieder mehr Auswahl. Gleichzeitig wächst der Anteil erneuerbarer Energien weiter: Laut Erneuerbare-Energien-Gesetz sollen bis 2030 mindestens 80 Prozent des Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen stammen. Wer seinen Tarif länger nicht geprüft hat, sollte jetzt vergleichen.

Fazit: Ökostrom ist die kluge Wahl

Der Wechsel zu Ökostrom ist einfach und kostet dich oft nicht mehr als dein bisheriger Tarif. Mit dem richtigen Tarif reduzierst du deinen CO2-Fußabdruck und unterstützt den Ausbau erneuerbarer Energien. Vergleiche jetzt die Ökostrom-Tarife für deine Postleitzahl und finde einen Tarif, der zu dir passt.

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Gib ein paar Daten ein und sieh die Tarife sofort. Abschließen tust du direkt beim Anbieter.

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