So schließt du ab

1Laufzeit und Beitrag festlegen
Bestimme, wann das Kapital fällig werden soll und welchen Beitrag du bis dahin sicher zahlen kannst.

2Todesfallschutz und Anlage wählen
Lege fest, wie viel deine Angehörigen bekommen, falls du vorher stirbst, und ob das Geld klassisch oder in Fonds angelegt wird.

3Beantragen
Beim Versicherer machst du Angaben zu deiner Gesundheit und erhältst danach Versicherungsschein und Vertragsunterlagen.

Darauf solltest du bei der Lebensversicherung achten
Garantierte Ablaufleistung
Das ist der Betrag, den du am Ende sicher bekommst. Alles darüber, etwa die Überschussbeteiligung, ist nur eine Prognose.
Rückkaufswert in den ersten Jahren
Die Abschlusskosten werden auf die ersten fünf Vertragsjahre verteilt (§ 169 VVG). Wer früh aussteigt, bekommt deshalb oft weniger, als er eingezahlt hat.
Höhe des Todesfallschutzes
Bei vielen Tarifen entspricht die Todesfallsumme der Ablaufleistung. Brauchst du für deine Familie deutlich mehr, ist eine zusätzliche Risikolebensversicherung oft die günstigere Lösung.
Kapital, Risiko oder Rente?
Die Kapitallebensversicherung zahlt in jedem Fall: am vereinbarten Ablauftermin an dich, oder vorher an deine Angehörigen, falls du stirbst. Dafür steckt in jedem Beitrag ein Sparanteil. Die Risikolebensversicherung zahlt dagegen nur im Todesfall und kostet deshalb nur einen Bruchteil.
Von der privaten Rentenversicherung unterscheidet sie sich bei der Auszahlung. Die Lebensversicherung zahlt eine Summe auf einmal, die Rentenversicherung eine monatliche Rente bis zum Lebensende. Brauchst du zu einem festen Termin ein festes Kapital, etwa um einen Kredit zu tilgen, passt die Lebensversicherung.
Häufige Fragen
Für wen ist eine Kapitallebensversicherung sinnvoll?
Für Menschen, die zu einem festen Termin eine feste Summe brauchen und gleichzeitig Angehörige absichern wollen. Wer beides getrennt regelt, mit Risikolebensversicherung und eigenem Sparplan, bleibt flexibler und zahlt oft weniger Kosten.
Wie wird die Auszahlung versteuert?
Bei Verträgen ab 2005 ist der Ertrag steuerpflichtig, also die Auszahlung abzüglich der eingezahlten Beiträge. Lief der Vertrag mindestens zwölf Jahre und bist du bei Auszahlung mindestens 60, bei Verträgen ab 2012 mindestens 62, zählt nur die Hälfte (§ 20 EStG). Ältere Verträge sind unter bestimmten Bedingungen steuerfrei.
Was ist die Überschussbeteiligung?
Erwirtschaftet der Versicherer mehr als garantiert, muss er dich an den Überschüssen beteiligen (§ 153 VVG). Wie hoch sie ausfällt, steht vorher nicht fest. Plane deshalb mit der garantierten Leistung.
Ich will aus meinem Vertrag raus. Welche Möglichkeiten gibt es?
Neben der Kündigung gegen den Rückkaufswert kannst du den Vertrag beitragsfrei stellen, ein Policendarlehen aufnehmen oder ihn an einen Aufkäufer verkaufen. Bei der Beitragsfreistellung bleibt der Vertrag mit verringerter Leistung bestehen.
Was ist eine Sterbegeldversicherung?
Eine kleine Lebensversicherung, die vor allem die Kosten der Bestattung abdecken soll. Sie wird meist im höheren Alter und mit vereinfachter Gesundheitsprüfung abgeschlossen.



